September 2017

 

Es ist erst Ende September und schon werden die ersten Pferde eingedeckt. Hier ein Artikel zu den Folgen unnötigen Eindeckens mit sogar schädlichen Folgen.

Ein Artikel aus ProPferd.at vom 21.09.2017

 

 

 

 

Experten warnen: 

       Übermäßiges Eindecken gefährdet Pferde-Gesundheit.

 

Britische Tierärzte warnen vor dem sogenannten ,over-rugging' – also einem zu frühen bzw. zu häufigen Eindecken der Pferde: Dies könne vor allem in der Übergangszeit schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

 

Es war ein kurzer Facebook-Beitrag des angesehenen Dick Vet Equine Hospitals der Universität Edinburgh, der den Finger in die Wunde legte – und damit genau ins Schwarze traf, wie die zahlreichen Reaktionen darauf bewiesen.

 

Die Tierärzte der schottischen Pferdeklinik warnten darin eindringlich vor dem sogenannten ,over-rugging', also der Gefahr, dass Pferde zu oft, zu lange und zu unpassenden Zeiten in eine Pferdedecke gehüllt werden: „Wir sehen seit der letzten Woche viel mehr eingedeckte Pferde auf Koppeln und Weiden. Falls auch Sie beabsichtigen, Ihr Pferd einzudecken, beachten Sie bitte die folgenden Fakten und seien Sie ehrlich mit sich selbst:

– Falls Ihr Pferd oder Pony übergewichtig ist, nicht geschoren wurde und sich im Freien aufhält, braucht es keine Decke (nutzen Sie den Winter zu Ihrem Vorteil und erlauben Sie Ihrem Pferd, auf sicherem Weg kontinuierlich Gewicht abzubauen und das Risiko einer Hufrehe im darauffolgenden Frühling dramatisch zu reduzieren – denn Hufrehe ist eine tödliche Gefahr).

– Pferde haben einen wesentlich niedrigeren thermoneutralen Bereich (das ist jener Temperaturbereich, wo sie keine Energie aufwenden müssen, um sich warmzuhalten) als Menschen. Bei Pferden reicht dieser Bereich von 5 bis 25 Grad, bei Menschen von 20 bis 35 Grad. Das bedeutet: Wenn uns kalt ist, ist unserem Pferd nicht unbedingt ebenso kalt.

– Pferde haben einen Blinddarm, der als gigantischer innerer Verbrennungsmotor funktioniert, der Wärme produziert – das entsprechende Äquivalent beim Menschen produziert hingegen keinerlei Wärme.

– Pferde, die aufgrund übermäßigen Eindeckens überhitzt sind, können einen Hitzeschlag, Koliken und Stress erleiden – und dies ist besonders schwierig zu dieser Jahreszeit zu vermeiden, wenn die Temperatur während des Tages deutlich schwankt.

– Eine Untersuchung fand kürzlich heraus, dass Gruppenzwang der stärkste Einflussfaktor war, der Pferdebesitzer dazu veranlasste, ihrem Pferd eine Decken überzuschnallen. (Anm.: Das bedeutet: Wenn andere Pferdebesitzer ihren Tieren Decken anlegen, dann tut man das auch häufig selbst, um vor den anderen nicht als verantwortungs- oder sorglos dazustehen.)

Unsere dringliche Bitte daher: Beachten Sie den Körperzustands-Wert (Body Condition Score) Ihres Pferdes und behalten Sie seinen Zustand auch über den Winter im Auge (Eine gute Anleitung, den Körperzustands-Wert festzustellen, findet man hier!)

 

Einen groben Leitfaden, welche Decke bzw. welche Füllung bei welcher Temperatur zu Ihrem Pferd passt, finden Sie hier!

Vergessen Sie nicht: Jedes Pferd ist anders – und wenn Sie über die individuelle Betreuung Ihres Pferdes oder Ponys über den Winter diskutieren wollen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt, der Ihnen dabei wertvolle und hilfreiche Tipps geben kann!"

 

Der Beitrag zog ein enormes Echo nach sich, wurde über 3.000 Mal geteilt und über 500 Mal kommentiert – und veranlasste sogar die renommierte Fachzeitschrift ,Horse&Hound' zu einem ausführlichen Beitrag in seiner aktuellen Ausgabe. In einem Interview bestätigte Tierärztin Dr. Tess Fordham das Problem: „Die Leute neigen offenbar immer häufiger dazu, ihrem Pferd eine Decke anzulegen – und das ist für Pferde besonders zu dieser Jahreszeit, also im Herbst, und im Frühling schlimm, wenn die Temperaturen stark schwanken. Den Menschen ist am frühen Morgen und am späten Abend ein wenig kalt – aber in der Tagesmitte ist es deutlich wärmer. Mitten im Winter ist das Problem nicht so groß, da es dann kalt genug ist, dass die Pferde während des Tages nicht überhitzen."

 

Zu häufiges oder zu langes Eindecken kann für Pferde ernste gesundheitliche Konsequenzen haben, so Dr. Fordham weiter: „In kurzer Zeit kann dieses übermäßige Eindecken zu Überhitzung führen. Wir werden dann zu Pferden gerufen, die Kolik-Symptome zeigen, die aber in Wahrheit überhitzt sind und einen Hitzeschlag erlitten haben. Das ist ein von Menschen verursachtes Gesundheits-Problem."

 

Das übermäßige Eindecken behindert die körpereigene Thermo-Regulation – und verhindert damit auch die natürliche Gewichtsabnahme im Winter, so Dr. Fordham weiter: „Langfristig wird übermäßiges Eindecken bei übergewichtigen Pferden dazu führen, dass diese kein Gewicht verlieren – und das führt zu einem massiven Hufrehe-Risiko im Frühling, Sommer und Herbst. Hufrehe kann tödlich sein – dabei wäre sie nahezu vollständig vermeidbar. Ein Pferd sollte im Sommer an Gewicht zulegen und im Winter Gewicht verlieren. Diesen natürlichen Ablauf bringen wir durch übermäßiges Eindecken durcheinander – und verhindern, dass die Pferde ihre Hormon-Spiegel wieder zurücksetzen können. Bei einem Pferd sollten am Ende des Winters die Rippen leicht sichtbar sein. Wenn wir diese natürliche Gewichtsabnahme nicht zulassen, bleiben ihre Hormon-Levels hoch – und das Risiko einer Hufrehe im Frühling steigt deutlich an. Übergewicht ist in diesem Land ein viel größeres Problem für die Pferdegesundheit als Mangelernährung."

 

Der dringende Rat von Dr. Fordham an alle Pferdebesitzer daher: „Behandeln Sie Ihr Pferd als Individuum – und fühlen Sie sich nicht durch das unter Druck gesetzt, was andere Leute machen. Der Zustand Ihres Pferdes kann sich deutlich von jenem der anderen unterscheiden – das Anlegen einer Decke kann daher mehr oder weniger ratsam sein. Man sollte daher primär das Gewicht seines Pferdes und seinen Körperzustands-Wert als Hauptkriterium heranziehen – nicht, ob es einem selbst am Morgen kalt ist oder nicht. Der Körperzustands-Wert ist ein guter Maßstab für den Zustand ihres Pferdes."

August 2017

 

Body Condition Score

 

Immer wieder stellen Tierärzte, Tierkliniken und Tierwissenschaftler fest, dass unsere Hauspferde hauptsächlich an Übergewicht leiden, seltener an Untergewicht. Wir meinen es deutlich zu gut. Damit wir einschätzen können, wie sehr gut oder zu gut unser Pferd im Futter steht, gibt es als Hilfe und Richtwert den Body Condition Score, anhand dessen Punktebewertung wir einen Hinweis auf den körperlichen Zustandes unseres Pferdes bekommen.

 

BCS 1: Extrem mager. Am Pferd spürt man kein Fettgewebe mehr. Dornfortsätze, Rippen, Schweifansatz und Knochenvorsprünge sind deutlich zu erkennen.

 

BCS 2: Sehr dünn. Minimale Fettschicht. Dornfortsätze, Rippen und Hüfthöcker sind deutlich sichtbar, ebenso Knochenkonturen von Widerrist, Hals und Schulter.

 

BCS 3: Dünn. Etwas Fett auf Rippen, Dornfortsätzen und Schweifansatz. Hüfthöcker sind angerundet, stehen aber vor. Deutliche Konturen an Widerrist, Schulter und Hals.

 

BCS 4: Schlank. Etwas Fett an Hals, Rippen und Rückgrat. Am Übergang von Kruppe zu Schweif etwas Fett. Widerrist zeichnet sich leicht ab.

 

BCS 5: Normal. Rippen nicht sichtbar, leicht zu ertasten. Leicht schwammiges Fett am Schweifansatz. Hals und Schulter gehen harmonisch ineinander über. Dornfortsätze und Rückenmuskulatur auf einer Höhe.

 

BCS 6: Rundlich. Der Rücken hat eine leichte Rinne. Das Fett über den Rippen und am Übergang von Kruppe zu Schweif ist weich. Leichte Fettpolster an den Schultern.

 

BCS 7: Dick. Sichtbare Fettdepots an Hals, Widerrist und hinter der Schulter, weiches Fett über den Rippen.

 

BCS 8: Fett. Fettpolster am Hals und hinter der Schulter. Am Rücken zeigt sich eine Rinne, Kruppe ist leicht gespalten (Ausnahme Kaltblüter). Rippen schwer fühlbar.

 

BCS 9: Extrem fett. Dicke Fettpolster an Schulter, Widerrist und Hals, tiefe Rinne am Rücken. Rippen nicht mehr fühlbar. Fettpolster an der Innenseite der Hinterbeine.

A Mähnenkamm
B Widerrist
C Lendenbereich
D Schweifansatz
E Rippen
F Schulter

 

Juli 2017

 

Sei ein guter Führer für dein Pferd

 

In der Erziehung und Aus- bildung seines Pferdes  be- kommt ein guter Führer den Respekt und das Ver- trauen des Pferdes durch seine ruhige und verläss- liche Umgangsweise.

 

Beschütze und beruhige dein Pferd

 

 

Verdiene den Respekt deines Pferdes. Schwierigen Pferden fehlt häufig Vertrauen und Respekt. Angst erzeugt Fluchtgedanken, die entsprechenden Reaktionen können auch schmerzhaft enden. Buckeln, treten etc. sind Reaktionen von Pferden, die in irgendeiner Art Gefahr für sich empfinden. Beschütze und beruhige dein Pferd, werde zum guten Führer deines Pferdes.

 

1. Wenn dein Pferd schlechtes Benehmen zeigt, überprüfe deinen Führungsstil. In den meisten Fällen handelt es sich um einen Mangel an Vertrauen. Wenn dein Pferd ängstlich oder unsicher ist, helfe ihm. Unterbreche eine Übung und gebe ihm Zeit zu verstehen. Es ist sinnlos, zu viel in zu kurzer Zeit zu verlangen. Übungen und Trainings müssen dem Rhythmus des Pferdes folgen, nicht deinem Tempo. Helfe dem Pferd dort, wo es aktuell ist, nicht wo du es haben möchtest.

 

2. Respekt muß verdient werden. Das Pferd muß wissen, wer Führer ist. Das lernt es aus deiner inneren und äußeren Grundhaltung ihm gegenüber, nicht aus dem harten Umgang mit ihm. Um deine Position in eurer Beziehung zu stärken ist es hilfreich, wenn du die Bereiche seines Körper einzeln bewegen und kontrollieren kannst. Nutze die Bodenarbeit, deinem Pferd leichte Reaktionen zu lehren, die es ohne Angst und Anspannung ausführen kann.

 

3. Verbindung und Kontakt: Wenn immer du mit deinem Pferd bist, mußt du präsent sein. Die Verbindung zwischen dir und deinem Pferd geht über den direkten, physikalischen Kontakt (anfassen) hinaus – es ebenso eine sehr mentale und emotionale Verbindung. Wenn du die Situation nicht – für euch beide – kontrollierst, wenn du keine Sicherheit für dein Pferd schaffst, wird es dein Pferd tun.

 

Dein Pferd ist entspannt, wenn es seine Rolle in eurer Partnerschaft verstanden hat. Pferde erkennen einen guten Führer und folgen ihm gerne.

 

  

 

 

Podest ... kein Problem für einen Mustang ................und mutig ist er auch !
Mai 2017

Hänger-Training ...                                                   24.08.2016

 

... das bewegt in letzter Zeit wieder viele Pferdemenschen:  wie bekomme ich mein Pferd in den Hänger. Oder besser, wie überzeuge ich mein Pferd, mehr oder weniger alleine in den Hänger zu steigen.

 

 

Pferd an den Hänger heranführen,       die Aufforderung zum einsteigen,          eingestiegen ...

 

So sollte es funktionieren ...

 

... aber viele Pferdemenschen sind überrascht, welche Ideen ihre Pferde entwickeln um nicht in einen Hänger einsteigen zu müssen. Abwehr teilweise auch mit Gewalt und der Mensch ist machtlos. Vielleicht ist es aber auch nur ein ruhiges, selbstbewußtes NEIN, welches das Pferd auf unsere Aufforderung einzusteigen, antwortet.  Und nun ... wie gehen wir vor?

 

Wie diese Arbeit aufzubauen und zu strukturieren ist, zeige ich jedem Pferde- besitzer gerne, denn letztlich ist es gut für beide, Mensch und Pferd, wenn Dinge des Alltags problemlos funktionieren.

 

Näheres dazu unter ...  "Hänger-Training"

 

... und hier ein Video zum Thema einsteigen ...

http://youtu.be/FFeXLbuhJgQ

"Lasst uns heute Güte üben ..."

 

Es ist die Absicht des ersten Kontakts, die zählt ...

 

 

(frei nach Mark Rashid)

 

 

 

 

 

Bodenarbeit und Horsemanship 2016

 

Kurse auf Klinges-Landwiesenhof in Ellringen in der Görde.

 

Bei entsprechender Nachfrage folgen Termine im August und September

Gerne könnt Ihr mich wegen eigener Terminvorschläge ansprechen.

Inhalte etc. siehe unten ...

 

Buchungen und Anfragen unter www.klinges-landwiesenhof.de

 

23.Oktober 2015

 

HERZLICH WILLKOMMEN!

Am 20. Oktober 2015 ist Shadybrooks Sabre bei uns in Asendorf eingetroffen. Gesund und fit aber doch müde von der langen Reise von weit weit her ... Wir freuen uns alle sehr !

 

Sabre ist ein American Mustang, 5 Jahre alt, frei geboren und aufgewachsen in Oregon. Er wurde im Rahmen des BLM-Programms gefangen und von Horse- man Tim Delsman auf der Shadybrook Farms am Boden ausgebildet. Ein sehr freundlicher Charakter, eine unendliche Leichtigkeit und die Mustang-typische wache Neugierde zeichnen dieses hübsches Pferdchen aus.

 

Zur Zeit wird er von meinem lieben Freund Cheyenne in seine neue Heimat eingeführt.

 

Möge Sabre das Glück dieser Erde immer hold sein !

Bodenarbeit und Horsemanship 2016
 
Die Zweierbeziehung Mensch-Pferd wird bewusst oder unbewusst entscheidend vom Menschen gestaltet.
 
Lasst Euch faszinieren von einer pferdegerechten Kommunikation und lernt,
welchen Nutzen Horsemanship am Boden und im Sattel für Eure Kommunikation mit Eurem Pferd hat.
 
2 Tage Horsemanship für Einsteiger, Fortgeschrittene und Wiederholer
   o Bodenarbeit Level I (Basiselemente 
      der Pferdeerziehung),
   o Bodenarbeit II (Manöver am Boden, 
      gymnastizierende Elemente)
      oder
   o Vom Boden in den Sattel (reiten mit 
      Knotenhalfter, Arbeit an der
      Nachgiebigkeit des Pferdes).
 
Die Inhalte und Elemente können einzeln bearbeitet, gerne aber auch gemischt werden.
 
Ich gehe individuell auf jedes Pferd und jede Fragestellung ein, es ist Raum für Eure speziellen Fragen, Probleme und Wünsche.
 
In 2016 werden diverse Wochenend-Termine angeboten,
gerne auch Terminwünsche nach Absprache.
Termine:

Jeweils Samstags und Sonntags ...

- 18. und 19. Juni

-   9. und 10. Juli

- 23. und 24. Juli
Ort:
   Klinges Landwiesenhof in Ellringen
   Beginn jeweils 9h, Ende 17h,
   5 bis 8 Teilnehmer.
 
Preise:
   2-Tageskurs 160,- Euro
   Essen- u. Getränke pauschal 10 Euro
   Pferdepension 15,- Euro pro Tag
 
Anmeldungen mit Terminwunsch bitte unter Klinges-Landwiesenhof
Klinges Landwiesenhof
Ellringer Neetzetal 31
21368 Dahlenburg / OT Ellringen
info@klinges–landwiesenhof