Horsemanship in der Nordheide

... Aktuelles ...

 

Dezember 2021

 

in eigner Sache ...

 

Ab Januar 2022 erweitert sich mein zeitliches Trainingsangebot auf 7 Tage die Woche.

Ich komme damit dem Wunsch vieler Interessent*innen nach, auch Termine in der Woche außerhalb des Wochenendes anzubieten. Das betrifft alle Angebote wie Einzeltrainings, kleine Workshops, Hängertraining oder individuelle Themen.


 November 2021

 

... Corona, Corona und wieder Corona ...

 

ob und wie sich Corona auf die Pferdetrainings auswirken, ist unklar. In manchen Ställen geht gar nichts, in anderen geht alles. Einzelunterricht geht aber überall und das die Hygieneregeln eingehalten werden (müssen), ist inzwischen ja auch selbstverständlich.

 

Und so halte ich es mit Training zur Zeit auch: nur Einzelunterricht, möglichst draußen arbeiten, in Hallen nur zu zweit und immer Abstand, Abstand ... Abstand. Insofern gehts auch jetzt weiter.

 

Bleibt gesund,

Euer Frank

 


Februar 2022

 

Pferdeflüsterer

Hier ein paar Worte über Pferdeflüsterer, Vertrauen und Energien.
Den Artikel hat mein Pferdecoach Heinz Welz anlässlich eines Seminars vor längerer Zeit verfasst. Er ist immer noch aktuell und daher habe ich mir die Freiheit genommen, ihn anzupassen und etwas zu verallgemeinern. Den Sinn seiner wunderbaren Gedanken habe ich nicht geändert, es sind auch meine Gedanken.

       Danke Heinz!

 

Diverse Nachfragen haben ergeben: Niemand kann eindeutig sagen, was er unter "Pferdeflüsterer"wirklich versteht. Trotzdem wird der Begriff häufig belächelt und abgetan: „sowas brauchen wir hier nicht“.

 

Möglicherweise ist irgendwann einmal irgendjemand einem Scharlatan begegnet, der sich „Pferdeflüsterer” nannte und in Wirklichkeit von Menschen und Pferden so viel Ahnung hatte wie die Kuh vom Schlittschuhlaufen. Möglicherweise ist manchem aber auch der Begriff selber nur unklar. Und alles, was uns unklar ist, das lehnen wir erst einmal instinktiv ab … und da unterscheiden wir uns von Pferden gar nicht so sehr.

 

Außerdem lieben wir Menschen es, erst zu urteilen und dann (vielleicht) näher hinzugucken. Doch das steht auf einem anderen Blatt. Aber es hat letztlich ebenfalls wieder mit unserem Überlebensinstinkt zu tun. Schon wieder so eine Gemeinsamkeit mit Pferden…

 

Unter dem Begriff „Pferdeflüsterer” verstand man im 19. Jahrhundert Menschen, die Pferde, mit denen niemand mehr umgehen konnte, kurierten. Da sich diese Leute sehr geheimnisvoll gaben und sich nicht in die Karten gucken ließen, rankten sich vielfältige Gerüchte um sie. Bisweilen war sogar von Magie die Rede.

 

Als es irgendwann einmal jemandem gelang, durch einen engen Bretterverschlag hindurch einen jener ominösen Pferdemänner schemenhaft bei der Arbeit zu beobachten, war der Begriff geboren: Der heimliche Zuschauer beobachtete nämlich, wie sich der Mensch über das am Boden liegende Pferd beugte und dabei dessen Ohren ziemlich nah kam. Für den verborgenen Beobachter war die Sache klar: Dem Pferd wird etwas Geheimnisvolles ins Ohr geflüstert! Der Begriff war geboren und wurde von Stund’ an verbreitet: „Pferdeflüsterer”. Was aber genau in diesem Moment geschah, sah der Beobachter nicht und so blieb es bei diesem ominösen Begriff.

 

Kein Wunder also, dass der Begriff häufig auf Ablehnung stößt. Der eine oder andere hat möglicherweise auch das Buch von Nicolas Evans „Der Pferdeflüsterer” gelesen oder dessen Verfilmung mit Robert Redford. Und in Erinnerung geblieben ist entweder die gar traurig-schöne Liebesgeschichte zwischen einer überspannten New Yorker Journalistin und einem hinterwäldlerischen Cowboy aus Montana.

 

Kann aber auch sein, dass der Film unter pferdefachlichen Aspekten beurteilt und wegen der Schlussszene abgelehnt wird. In dieser Szene zwingt der Pferdeflüsterer Booker das durch einen Unfall schwerst traumatisierte Pferd mit Hilfe eines Lassos auf den Boden. Das klingt schrecklich. Ist es auch. Vor allem dann, wenn dies jeder Lasso schwingende Cowboy-Imitator nachzuahmen versuchte. Tatsache ist natürlich, dass jeder Recht hat, der dem Film den Vorwurf macht, Effekthascherei zu betreiben. Doch das ist nun mal das Wesen von literarischen Dramen und erst Recht von Hollywood-Filmen. Und darum handelt es sich ja und nicht um einen Lehrfilm in Sachen Pferdeerziehung.

 

Tatsache ist aber auch,

 

* … erstens: Dass dies (in dem Film jedenfalls) die letzte Möglichkeit war, um das Pferd vor dem sicheren Tod durch den Schlachter zu retten. Dass die Technik in diesem Extremfall also ethisch vertretbar ist. Denn Ziel der Behandlung war es, zwischen Mensch und Pferd verloren gegangenes, gegenseitiges Vertrauen wieder aufzubauen. Das ist gelungen und wird in der Verhaltenstherapie bisweilen mit ähnlich drastischen Maßnahmen angewendet.

 

* …zweitens: Wer das dahinter stehende Konzept von Raum und Grenzen in der Erziehung nicht kennt, wer sich noch nie Gedanken gemacht hat über die Wechselwirkung von Energien in der Kommunikation, der muss diese Form der Therapie ablehnen. Dann mag er zwar moralisch aufrecht erscheinen, hat aber möglicherweise doch keine Ahnung, worum es bei Erziehung, Ausbildung oder – wie in diesem Fall – in der Therapie seelisch verletzter Menschen oder Tiere geht.

 

*… drittens: Unter verhaltenstherapeutischen Aspekten hätten vor diesem letzten Schritt der totalen Immobilisierung sanftere (und dadurch meist effektivere) Verfahrensweisen angewendet werden müssen. Monty Roberts hat dies zu Recht beklagt – obwohl er als ehemaliges Hollywood-Double die Regeln der Branche kennt. Unser (Heinz Welz) (nach Roberts und anderen Horsemen) weiter entwickeltes Joining-Verfahren ist ein unverzichtbarer Bestandteil jeder guten Pferdeerziehung und jeder Therapie von traumatisierten, also körperlich und seelisch verletzten Pferden. Das ,Problem’ dabei ist nur, dass es nicht so spektakulär und dramatisch aussieht..

 

Wir/Ich haben uns dennoch für den Begriff "Pferdeflüsterer" entschieden. Aus zwei Gründen:

 

* … erstens: Wer genauer hinschaut, der bemerkt: Buch und (noch stärker) der Film „Der Pferdeflüsterer” handelt von Menschen mit gestörten Beziehungen – Menschen untereinander und in ihren Beziehungen zum Pferd. Der „Pferdeflüsterer” Tom Booker will Beziehungen heilen – die Beziehungen der Menschen untereinander, ihre Beziehung zum Pferd und ihre Beziehung zu sich selbst. Grundlage dafür ist Vertrauen. Daran mangelt es allen Beteiligten – nicht nur in diesem Film. Und allein aus diesem Mangel entsteht allerlei Übel in der Welt. Dies ist unsere Weise, den Film zu sehen. Es ist also sehr wichtig, (wieder) zu lernen, sich selbst und den anderen zu vertrauen.

 

*...flüstern: Wir sollten in der Kommunikation mit Mensch und Pferd die Fähigkeit entwickeln, so leise wie möglich zu werden, also zu flüstern. Aus gutem Grund, denn wer ständig laut ist, verschleudert seine Energien und geht seiner Umgebung auf die Nerven. Dahinter steckt ein Naturgesetz. Pferde kennen es, und sie leben danach… Wirklich starke Menschen kennen es auch, und auch sie leben danach… Sie können leise sein, weil sie etwas zu sagen haben, und weil sie wissen, dass man ihnen zuhört.

 

Nur wer Angst hat, nicht gehört zu werden, der brüllt. Brüllen kann man aber nicht nur mit dem Mund. Man kann auch mit Händen und Armen ,brüllen’, etwa wenn die Hände zuschlagen und Arme an etwas herumreißen; man kann mit den Beinen ,brüllen’, wenn man gegen etwas tritt…

 

Ein weiterer, großer Anspruch ist es also zu lernen, mit unseren Energien und denen der Pferde richtig umzugehen;


Stellt euch vor einmal vor …wie es ist, heilsam auf unsere Umgebung zu wirken – auf Menschen und auf Tiere gleichermaßen, weil wir unsere Energien jederzeit unter Kontrolle haben, wir jederzeit - flüsternd - aus dem Vollen schöpfen’ können, wenn wir wollen…

Ist das nicht ein schönes Gefühl!

 

Heinz Welz

sehr gerne empfehle ich seine Bücher:
"Pferdeflüstern kann jeder lernen"

"Die Psychologie des Pferdes"


November 2021

 

Frieren Pferde im Winter ...

Hier ein Auszug aus dem interessanten Artikel zum Thema Pferde und Winter.

Ein Artikel aus Pferde.de vom 14.November 2021

Autorin:  Anke Rottmann

https://www.pferde.de/magazin/frieren-pferde-im-winter-und-9-weitere-eiskalte-fragen/

 

Es liegt uns in den Genen: Schon unsere Vorfahren haben sich als Höhlenbewohner bei Kälte in die eigenen vier Steinwände zurückgezogen. Da ist es schließlich warm und gemütlich. Und unsere Pferde? Die stehen auch bei Schnee und Eis draußen. Da friert so manchem Pferdefreund das Herz – und schleppt gleich noch eine extra dicke Decke in den Stall.

Doch brauchen unsere Partner auf vier Hufen überhaupt so viel Wärme im Winter?

 

1. Frieren Pferde im Winter?

 

Ja, auch Pferde können frieren. Aber bevor Du jetzt „Ich hab’s doch schon immer gewusst!“ rufst und Deinem Liebling die nächste Winterdecke überwirfst – Stopp! Denn Pferde haben eine andere Bibber-Schwelle als wir Menschen. Das liegt an ihrer Vergangenheit: Als Steppentiere sind sie Temperaturschwankungen gewöhnt. Und haben eine andere Wohlfühltemperatur als wir Menschen. Bei Pferden liegt diese zwischen 5 und 15 Grad. Heißt: Wenn wir schon Menschen frieren, fühlen sich Pferde noch tierisch wohl.

 

Doch das heißt nicht, dass Du bei Kälte auch immer Dein normales Trainingsprogramm durchziehen kannst. Denn es kann Tage geben, an denen es für ein intensives Training zu kalt ist. In freier Wildbahn kommen Pferde zwar mit den Minus-Temperaturen gut klar. Aber dann verbringen sie den Großteil ihrer Zeit mit entspanntem Schritt laufen. Die Lungen werden deshalb nicht so sehr strapaziert wie bei einem Reitpferd, dass sehr viel trabt und galoppiert.

 

2. Können Offenstallpferde ohne Decke „überwintern“?

 

Die sogenannte thermoneutrale Zone liegt bei Offenstall-Pferden zwischen minus 15 und plus 25 Grad. Wenn sie es gewohnt sind und nicht geschoren sind, können sie den Winter gut ohne Decke überstehen. Denn die kann Probleme mit sich bringen.

 

Der Grund: Werden Pferde eingedeckt, kommt ihre Thermoregulierung aus dem Takt.  Und an richtig kalten Tagen schützt die Decke auch nur den Pferdekörper, nicht aber die Beine oder den Hals. Kommt es zu einer Unterkühlung am Hals oder an den Beinen, versucht das Pferd seine Körpertemperatur hochzufahren. Und das funktioniert nicht nur dort, wo es dem Pferd kalt ist – sondern am ganzen Körper. Die Folge: Unter der Decke kommt es zu einer Überhitzung.

 

Aber: Jede Regel hat ihre Ausnahmen. Und das gilt auch beim Thema Pferde im Winter und Decken. Heißt: Einige  Pferde können eine Decke gegen Kälte gut gebrauchen. Dazu gehören:

 

  • Pferde, die an leichten Erkrankungen leiden und keine Boxenruhe benötigen
  • Pferde-Senioren
  • Jungtiere, deren Fell noch nicht ausreichend Schutz bietet

 

3. Was machen Pferde, wenn es zu kalt wird?

 

Sinkt die Temperatur unter die Grenze von minus 15 Grad, schalten Pferde ihre „innere Heizung“ an. Das bedeutet: Ihr Stoffwechsel arbeitet stärker, damit sie ihre Körpertemperatur halten können. Damit das funktioniert, muss an so kalten Tagen zugefüttert werden. Fachtierärzte gehen davon aus, dass der Energiebedarf von Pferden bei Temperaturen unter null Grad Celsius schon deutlich ansteigt.

 

Schätzungen zufolge liegt der Energiebedarf von Pferden während der Wintermonate um bis zu 25 Prozent höher als in der übrigen Zeit des Jahres. Vor allem Raufasern sind dann wichtig. Die langen Fasern des Futters führen nämlich dazu, dass bei der Verdauung viel Wärme produziert wird. Wichtig dabei: Je nach Tagestemperatur sollte die Futtermenge variieren, damit durch die Verdauung die Körpertemperatur reguliert werden kann.

 

...



Oktober 2021

 

Sommer und Herbst 2021 waren schön. Der Hänger kam mal wieder häufig zum Einsatz, viele Ausritte und Touren in die Heide und sogar ein kleines Fotoshooting.

Sabre ist jetzt etwa 11,5 Jahre alt und erwachsen geworden. Ein ganzer Kerl, ein Kumpel, ein gesundes und starkes Pferd mit eigener sympatischer Persönlichkeit.

 

 

Der Mustang zeigt mal wieder sehr gut (wie schon Cheyenne vorher), wie weit man mit Geduld, Liebe und einem persönlichem Fokus bei einem Pferd kommt. Die Jahre verliefen ohne Stress, aber mit vielen schönen Erlebnissen, ohne Leistungsdruck, aber mit vielen Fortschritten.

 

Und das alles mit einem Wildpferd, welches auch in Gefangenschaft seinen eigenen Charakter und seine Prägung der Jugend in freier Wildbahn beibehalten hat.

 

Möge es ihm weiterhin gutgehen.


 

Schiedwetter, Pferd nass und dreckig und alles kalt - dann macht Freiarbeit warm und gute Laune :-)


 

 

Es ist erst Ende September und schon werden die ersten Pferde eingedeckt. Hier ein Artikel zu den Folgen unnötigen Eindeckens mit sogar schädlichen Folgen.

Ein Artikel aus ProPferd.at vom 21.09.2017

 

Experten warnen: Übermäßiges Eindecken gefährdet Pferde-Gesundheit.

 

Britische Tierärzte warnen vor dem sogenannten ,over-rugging' – also einem zu frühen bzw. zu häufigen Eindecken der Pferde: Dies könne vor allem in der Übergangszeit schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

 

Es war ein kurzer Facebook-Beitrag des angesehenen Dick Vet Equine Hospitals der Universität Edinburgh, der den Finger in die Wunde legte – und damit genau ins Schwarze traf, wie die zahlreichen Reaktionen darauf bewiesen.

Lese den vollständigen Artikel


April 2018 - Sonntag Abend

 

... geschafft!

gar nicht so einfach mit Reiter ...

... nach der Arbeit muss man sich ausruhen!

 

Chips (li.) und Sabre (re.) sitzen bequem - typisch ...

... ein vornehmer Mustang - oder?

 

Er gibt sich immer viel Mühe und hat unendlich viel Vertauen ...


23.Oktober 2015

 

HERZLICH WILLKOMMEN!

Am 20. Oktober 2015 ist Shadybrooks Sabre bei uns in Asendorf eingetroffen. Gesund und fit aber doch müde von der langen Reise von weit weit her ... Wir freuen uns alle sehr !

 

Sabre ist ein American Mustang, 5 Jahre alt, frei geboren und aufgewachsen in Oregon. Er wurde im Rahmen des BLM-Programms gefangen und von Horse- man Tim Delsman auf der Shadybrook Farms am Boden ausgebildet. Ein sehr freundlicher Charakter, eine unendliche Leichtigkeit und die Mustang-typische wache Neugierde zeichnen dieses hübsches Pferdchen aus.

 

Zur Zeit wird er von meinem lieben Freund Cheyenne in seine neue Heimat eingeführt.

 

Möge Sabre das Glück dieser Erde immer hold sein !