Horsemanship in der Nordheide

 

   *** AKTUELLES ***


September 2022

 

aufsteigen ... wirds denn klappen?

 

 

 

 

Irgendwie rauf ... na ja, um zu reiten gehts ja nicht anders. Und mit Aufstiegshilfe ist ja nur vernünftig und pro Pferd. Aber leider kann man immer noch vergebliche, lustige und teilweise tragische Versuche beobachten, das Pferd neben die Aufstiegshilfe zu stellen. Was passiert? Reiterin (oder Reiter) stellt / schiebt ihr Pferd neben die Aufstiegshilfe, steigt selber drauf - Pferd geht weg, Reiterin wieder runter, Pferd zurück geschoben, zweiter Versuch ... usw. usw. Oft gesehene Variante: Pferd bleibt neben der Aufstiegshilfe stehen, Reiterin stellt einen Fuß in den Steigbügel und Pferd geht zügig los, Reiterin schaffts gerade so, sich doch noch gut hin zu setzen.

Teilweise sehen diese Aufstiegsversuche lustig aus, manchmal sind sie auch gefährlich. Was passiert hier bzw. ist eben nicht passiert? Offensichtlich ist dieses Pferd nicht darauf trainiert, sich hinstellen zu lassen, stehen zu bleiben bis die Reiterin aufgestiegen, sich ordentlich hingesetzt, die Zügel sortiert und die Anweisung zum losgehen gegeben hat.

 

Ist das Pferd schuld? Nein, natürlich ist es wieder mal der Mensch, der sich hier nicht die Mühe gemacht hat, diesen Ausbildungsschritt mit seinem Pferd zu gehen. Denn Pferde müssen es explizit lernen, sich gut hinstellen zu lassen und abzuwarten. Das wird eine gewisse Trainingszeit in Anspruch nehmen.

 

Das gute Aufsteigen will trainiert werden. Damit es nachhaltig ist, bedarf es einem strukturierten Vorgehen, z.b.:

  1. bringe Deinem Pferd am Boden bei, sich dicht neben Hinternissen plazieren zu lassen. Manche Pferde mögen das nicht, dann lass es während der Bodenarbeit neben z.B. der Aufstiegshilfe Pause machen.

  2. stelle dich selber erhöht (z.B. Aufstiegshilfe) und arbeite dein Pferd von oben. So kann es sich an die veränderte Optik gewöhnen.

  3. bringe deinem Pferd am Boden bei, auf dein Zeichen mit seiner Hinterhand dir entgegen zu kommen. Wenn das am Boden klappt, versuche es von der Aufstiegshilfe aus. Ziel ist, dass dein Pferd auf dein Zeichen an die Aufstiegshilfe herantritt.

  4. sobald dein Pferd dich an der Aufstiegshilfe in Ruhe aufsteigen läßt, steige auf, warte eine Zeitlang und steige wieder ab. Wiederhole das Auf- und Absteigen einige Male, bis du das Gefühl hast, es ist für dein Pferd kein Problem mehr.

  5.reite nach dem Aufsteigen erst los, nachdem du in Ruhe aufgestiegen bist und dein Pferd ruhig und abwartend steht. Dann wird in Ruhe angetreten. Damit dein Pferd sich an des Abwarten gewöhnt, gehe nicht nur nach vorne los, sondern auch seitwärts, oder ein paar Schritte rückwärts, starte mit einer Hinterhandwendung. Sei überraschend für dein Pferd, dann lernt es auf dein Kommando zu warten.

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November 2021

 

Frieren Pferde im Winter ...

Hier ein Auszug aus dem interessanten Artikel zum Thema Pferde und Winter.

Ein Artikel aus Pferde.de vom 14.November 2021

Autorin:  Anke Rottmann

https://www.pferde.de/magazin/frieren-pferde-im-winter-und-9-weitere-eiskalte-fragen/

 

Es liegt uns in den Genen: Schon unsere Vorfahren haben sich als Höhlenbewohner bei Kälte in die eigenen vier Steinwände zurückgezogen. Da ist es schließlich warm und gemütlich. Und unsere Pferde? Die stehen auch bei Schnee und Eis draußen. Da friert so manchem Pferdefreund das Herz – und schleppt gleich noch eine extra dicke Decke in den Stall.

Doch brauchen unsere Partner auf vier Hufen überhaupt so viel Wärme im Winter?

 

1. Frieren Pferde im Winter?

 

Ja, auch Pferde können frieren. Aber bevor Du jetzt „Ich hab’s doch schon immer gewusst!“ rufst und Deinem Liebling die nächste Winterdecke überwirfst – Stopp! Denn Pferde haben eine andere Bibber-Schwelle als wir Menschen. Das liegt an ihrer Vergangenheit: Als Steppentiere sind sie Temperaturschwankungen gewöhnt. Und haben eine andere Wohlfühltemperatur als wir Menschen. Bei Pferden liegt diese zwischen 5 und 15 Grad. Heißt: Wenn wir schon Menschen frieren, fühlen sich Pferde noch tierisch wohl.

 

Doch das heißt nicht, dass Du bei Kälte auch immer Dein normales Trainingsprogramm durchziehen kannst. Denn es kann Tage geben, an denen es für ein intensives Training zu kalt ist. In freier Wildbahn kommen Pferde zwar mit den Minus-Temperaturen gut klar. Aber dann verbringen sie den Großteil ihrer Zeit mit entspanntem Schritt laufen. Die Lungen werden deshalb nicht so sehr strapaziert wie bei einem Reitpferd, dass sehr viel trabt und galoppiert.

 

2. Können Offenstallpferde ohne Decke „überwintern“?

 

Die sogenannte thermoneutrale Zone liegt bei Offenstall-Pferden zwischen minus 15 und plus 25 Grad. Wenn sie es gewohnt sind und nicht geschoren sind, können sie den Winter gut ohne Decke überstehen. Denn die kann Probleme mit sich bringen.

 

Der Grund: Werden Pferde eingedeckt, kommt ihre Thermoregulierung aus dem Takt.  Und an richtig kalten Tagen schützt die Decke auch nur den Pferdekörper, nicht aber die Beine oder den Hals. Kommt es zu einer Unterkühlung am Hals oder an den Beinen, versucht das Pferd seine Körpertemperatur hochzufahren. Und das funktioniert nicht nur dort, wo es dem Pferd kalt ist – sondern am ganzen Körper. Die Folge: Unter der Decke kommt es zu einer Überhitzung.

 

Aber: Jede Regel hat ihre Ausnahmen. Und das gilt auch beim Thema Pferde im Winter und Decken. Heißt: Einige  Pferde können eine Decke gegen Kälte gut gebrauchen. Dazu gehören:

 

  • Pferde, die an leichten Erkrankungen leiden und keine Boxenruhe benötigen
  • Pferde-Senioren
  • Jungtiere, deren Fell noch nicht ausreichend Schutz bietet

 

3. Was machen Pferde, wenn es zu kalt wird?

 

Sinkt die Temperatur unter die Grenze von minus 15 Grad, schalten Pferde ihre „innere Heizung“ an. Das bedeutet: Ihr Stoffwechsel arbeitet stärker, damit sie ihre Körpertemperatur halten können. Damit das funktioniert, muss an so kalten Tagen zugefüttert werden. Fachtierärzte gehen davon aus, dass der Energiebedarf von Pferden bei Temperaturen unter null Grad Celsius schon deutlich ansteigt.

 

Schätzungen zufolge liegt der Energiebedarf von Pferden während der Wintermonate um bis zu 25 Prozent höher als in der übrigen Zeit des Jahres. Vor allem Raufasern sind dann wichtig. Die langen Fasern des Futters führen nämlich dazu, dass bei der Verdauung viel Wärme produziert wird. Wichtig dabei: Je nach Tagestemperatur sollte die Futtermenge variieren, damit durch die Verdauung die Körpertemperatur reguliert werden kann.

 

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Oktober 2021

 

Sommer und Herbst 2021 waren schön. Der Hänger kam mal wieder häufig zum Einsatz, viele Ausritte und Touren in die Heide und sogar ein kleines Fotoshooting.

Sabre ist jetzt etwa 11,5 Jahre alt und erwachsen geworden. Ein ganzer Kerl, ein Kumpel, ein gesundes und starkes Pferd mit eigener sympatischer Persönlichkeit.

 

 

Der Mustang zeigt mal wieder sehr gut (wie schon Cheyenne vorher), wie weit man mit Geduld, Liebe und einem persönlichem Fokus bei einem Pferd kommt. Die Jahre verliefen ohne Stress, aber mit vielen schönen Erlebnissen, ohne Leistungsdruck, aber mit vielen Fortschritten.

 

Und das alles mit einem Wildpferd, welches auch in Gefangenschaft seinen eigenen Charakter und seine Prägung der Jugend in freier Wildbahn beibehalten hat.

 

Möge es ihm weiterhin gutgehen.


 

Schiedwetter, Pferd nass und dreckig und alles kalt - dann macht Freiarbeit warm und gute Laune :-)


 

 

Es ist erst Ende September und schon werden die ersten Pferde eingedeckt. Hier ein Artikel zu den Folgen unnötigen Eindeckens mit sogar schädlichen Folgen.

Ein Artikel aus ProPferd.at vom 21.09.2017

 

Experten warnen: Übermäßiges Eindecken gefährdet Pferde-Gesundheit.

 

Britische Tierärzte warnen vor dem sogenannten ,over-rugging' – also einem zu frühen bzw. zu häufigen Eindecken der Pferde: Dies könne vor allem in der Übergangszeit schwere gesundheitliche Schäden verursachen.

 

Es war ein kurzer Facebook-Beitrag des angesehenen Dick Vet Equine Hospitals der Universität Edinburgh, der den Finger in die Wunde legte – und damit genau ins Schwarze traf, wie die zahlreichen Reaktionen darauf bewiesen.

Lese den vollständigen Artikel


April 2018 - Sonntag Abend

 

... geschafft!

gar nicht so einfach mit Reiter ...

... nach der Arbeit muss man sich ausruhen!

 

Chips (li.) und Sabre (re.) sitzen bequem - typisch ...

... ein vornehmer Mustang - oder?

 

Er gibt sich immer viel Mühe und hat unendlich viel Vertauen ...


23.Oktober 2015

 

HERZLICH WILLKOMMEN!

Am 20. Oktober 2015 ist Shadybrooks Sabre bei uns in Asendorf eingetroffen. Gesund und fit aber doch müde von der langen Reise von weit weit her ... Wir freuen uns alle sehr !

 

Sabre ist ein American Mustang, 5 Jahre alt, frei geboren und aufgewachsen in Oregon. Er wurde im Rahmen des BLM-Programms gefangen und von Horse- man Tim Delsman auf der Shadybrook Farms am Boden ausgebildet. Ein sehr freundlicher Charakter, eine unendliche Leichtigkeit und die Mustang-typische wache Neugierde zeichnen dieses hübsches Pferdchen aus.

 

Zur Zeit wird er von meinem lieben Freund Cheyenne in seine neue Heimat eingeführt.

 

Möge Sabre das Glück dieser Erde immer hold sein !