Achtung Schnee ...!

Ja, Winter haben wir nun ... Schnee, Eis, Matsch. Menschen finden es in unseren Breitengraden mehr oder weniger lästig mit Winter konfrontiert zu werden ... die Pferde auch? Ihr Winterfell haben sie ja, jedenfalls wenn man sie läßt. Und wenn’s nicht zu doll weht und dabei noch nass ist, sind die Pferdchen recht fröhlich draußen. Aber da sind ja noch die Besitzer ... mit ihren Bedenken. Bedenken vor Rutschgefahr, vor aufgestollten Hufen, vor Matsch auf dem Paddock, vor zu hartem Boden, vor zu rutschigem Boden, vor Nässe und Kälte, vor zerrissenen Decken etc. Konsequenz? Pferde bleiben 24 Stunden in der Box. Da sind sie sicher.

 

Jede Überlegung zur artgerechten Haltung oder gar die Fähigkeit, die Bedürfnisse aus Sicht der Pferde zu sehen (Luft, Bewegung, Sozialkontakte usw.) wird offenbar ausgeschaltet. Und wenn Mensch kalt ist, dann macht er die Stalltür eben zu, ohne Rücksicht auf die Atemwege der Pferde. Schön ist dann die Begründung der eingefrorenen Wasserleitungen. Tja, dann müsst ihr eben Wasser schleppen, wenn die Tränken unzulänglich konstruiert wurden (Winter im Stall ist ja eigentlich nichts Neues ...), immer noch besser, als geschlossene Ställe, die nach kurzer Zeit schon recht übel riechen.

 

Und dann, dann werden sie in der Halle umhergeführt oder „ablongiert“. Frei laufen geht ja auch nicht, weil ihr Bewegungsbedürfnis sie dann umherspringen lässt – und das ist auch wieder gefährlich. Natürlich ist Vor- und Umsicht notwendig und sinnvoll (bei Glatteis auf dem Hof haben Pferde dort nichts zu suchen) – aber, liebe Leute, wozu habt Ihr Pferde? Überwindet Eure Angst und seht die Situation aus Sicht des Euch anvertrauten Lebewesen Pferd, es geht um SEINE Bedürfnisse, nicht um Eure! Mit etwas Phantasie lässt sich auch der härteste Winter pferdegerecht überstehen.

 

Euch allen, Menschen und Pferden

ein gesundes, glückliches und entspanntes 2010 !

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0